Magdalena Neuner zeigt sich beim Fantreffen hautnah und bodenständig

Einen Tag mit ihrem Idol verbringen, ihm ganz nah sein – für die Münchnerin Tina Fischer ist dieser Traum in Erfüllung gegangen. Dank der Marke mit den drei Streifen und SportScheck konnte sie in Garmisch-Partenkirchen einen Tag mit Biathletin Magdalena Neuner (24) trainieren. Anlass war ein Gewinnspiel im SportScheck Katalog, an dem sich 76.000 Fans beteiligten. Im Gespräch mit der Presse plauderte die zehnfache Weltmeisterin noch vor dem Treffen von sich, ihren Fans und ihrer Begegnung mit Fürst Albert von Monaco.

Bild: SportScheck

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Während Magdalena Neuner ruhig und natürlich ihr Interview gibt, ist bei Tina Fischer von Ruhe keine Spur. „Ich bin einfach nur nervös“, gesteht sie, kurz bevor sie ihr Idol in einem Fitnessstudio in Garmisch-Partenkirchen trifft. Die langjährige adidas Athletin verrät derweil im Gespräch, dass auch für sie ein solcher Tag ein besonderer ist.

Magdalena, wie wichtig ist Dir der Kontakt zu den Fans?

Natürlich sehr wichtig – weil die Fans unheimlich wichtig sind. Ohne sie würde es ganz schön traurig aussehen im Stadion. Stellen Sie sich einmal vor, da würden nur zwei Zuschauer mit ihren Fähnchen sitzen… Doch gerade im Winter bei den Wettkämpfen kommen wir Sportler kaum an die Fans heran und umgekehrt. Darum finde ich es super, wenn es Veranstaltungen gibt wie Fanclub-Treffen oder eben so einen Tag wie heute, bei dem sich Fans und Sportler mal sehen und unterhalten können.

Ist ein solcher Tag wie heute für Dich etwas „Normales“?

Sicher nicht. Denn mittlerweile gibt es davon nur noch ganz wenige. Die Zeit lässt es einfach nicht zu, viele solcher Termine wahrzunehmen. Deshalb ist das auch für mich etwas Besonderes. Das war Dein Besuch in Lausanne sicher auch. (Magdalena Neuner war Mitglied der Delegation von München 2018, die in Frankreich dem IOC das Konzept der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele präsentierte) Es war eine ganz andere Welt dort. Ich saß neben Fürst Albert von Monaco. Das Lustige war: Er hat mich gefragt, ob ich denn bekannt sei – er jedenfalls kannte mich nicht. Da hab ich ihm erzählt, dass mein Fanclub in der Heimat mittlerweile etwa 700 Mitglieder hat. Seine Antwort: Dann haben Sie jetzt 701.

Du hast also einen neuen Fan in Monaco. Mit einem Fan aus München wirst Du gleich ins Training starten. Hast Du irgendwelche Erwartungen an den heutigen Tag?

Ich freue mich einfach darauf. Ich bin sicher, dass wir zwei tolle Stunden erleben und auch etwas mitnehmen können. Wir trainieren ja mit einem Personal Coach. Da können wir auch etwas lernen.

Du willst ja selbst mal Trainerin werden.

Ich mache gerade die C-Trainier-Lizenz, das stimmt. Gerne würde ich später mit Kindern arbeiten, mit 12- bis 15-Jährigen. Ich finde es schade, wenn man als erfolgreicher Sportler nichts von der Erfahrung und dem Können an den Nachwuchs weitergibt. Ich denke, er kann davon sehr profitieren.

Was genau würdest Du gerne weitergeben?

Der sportliche Aspekt ist der eine. Doch wirklich viel liegt mir am Hintergrund: Ich möchte weitergeben, was einen erwartet, wenn man Profisportler wird. Was der Medienrummel bedeutet. Ich selbst habe damals gar nicht gewusst, was auf mich zukommt und dachte einfach: Jetzt werde ich Profisportler – ist doch super. Erst als ich mittendrin war, haben sich mir die Augen geöffnet. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Mentale: Ich habe gelernt, wie viel man mit dem Kopf bewirken kann. Das körperliche Training ist nicht alles.

Das aber hat bei Dir gerade begonnen.

Das stimmt. Viele denken ja: Wintersportler machen den ganzen Sommer über Urlaub. Das ist ein Irrglaube. Wir trainieren im Sommer viel härter als im Winter. Dazu bleibt bei den Wettkämpfen ja gar keine Zeit.

Wie sieht Dein Training aus?

Im Schnitt trainiere ich etwa fünf Stunden am Tag. Wir machen viel Krafttraining im Fitnessstudio. Dazu kommen Koordinationsübungen. Und natürlich Ausdauer in allen Formen, zum Beispiel Mountainbiken, Rennradfahren oder Joggen. Auch Kajakfahren gehört dazu. Auf dem See stärken wir so Oberkörper und Arme. Schießübungen stehen jeden Tag auf dem Trainingsplan.

Kannst Du jenen, die sich gerade auf einen der SportScheck Stadtläufe vorbereiten, ein paar Tipps geben?

Ganz wichtig ist das Material. Beim Laufschuh würde ich mich gut beraten lassen. Eine Analyse ist oft hilfreich. Ein weiterer Tipp ist: es langsam angehen lassen. Viele Hobbysportler rennen los wie verrückt, aber das Gegenteil ist richtig. Beim lockeren Laufen ist es gut, zwischendurch ein bisschen anzuziehen. In puncto Ernährung heißt das wichtige Wort: ausgewogen. Es ist wohl logisch, dass man nicht jeden Tag Pommes, Chips und Schokolade essen sollte.

Die Einschränkung beim Essen ist das eine. Gibt es eine Sportart, auf die Du als Profisportlerin wegen der Verletzungsgefahr verzichten musst?

Im Winter würde ich unheimlich gerne mehr Skifahren. Aber dann denk ich mir: Wenn es mich schmeißt und ich mir das Kreuzband reiße, dann ist gleich alles vorbei. Darum verzichte ich meistens. Ich freue mich schon darauf, nach meiner Karriere viel zum Skifahren zu gehen.

Du feierst als Sportlerin einen Erfolg nach dem anderen, für viele bist Du ein Vorbild. Wie schaffst Du es, dennoch auf dem Boden zu bleiben?

Viel macht sicher das Umfeld aus. Meine Freunde und Familie holen mich immer wieder zurück in die Realität. Es gibt natürlich kein Patentrezept, aber ich denke, man muss immer wieder in sich selbst hineinhören und sich fragen: Bin ich noch ich selbst? Das ist ganz wichtig.

Bild: SportScheck

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Dann geht es für die Doppelolympiasiegerin und zehnfachen Weltmeisterin Magdalena Neuner und ihren Fan Tina Fischer los. Ein professioneller Fitnesstrainer führt die beiden durchs erste Warm Up und Work Out Programm.  Bei der Trekkingtour im Anschluss sowie beim Mittagessen in den Bergen hatten die beiden Frauen Gelegenheit, sich zu unterhalten – und viel zu lachen. Die Münchnerin ist begeistert: „Magdalena ist unheimlich natürlich und lustig Tag war noch besser, als ich ihn mir vorgestellt habe.“

Bilder & Quelle SportScheck