Carinthia kooperiert mit dem Südtiroler Hans Kammerlander für Teile seines „Second Seven Summits“-Projekts. Der Extrembergsteiger plant, alle jeweils zweithöchsten Gipfel auf den sieben Kontinenten zu besteigen. Die Partnerschaft zwischen Kammerlander und dem Schlafsackproduzent aus Österreich begrenzt sich zunächst auf Gipfelangriffe in Alaska und Russland. Dabei unterstützt Daunenspezialist Carinthia den Berg- und Skiführer mit Schlafsäcken. Umgekehrt liefert Kammerlander Informationen für die Entwicklungsabteilung der Österreicher.

Die Gruppe der Besitzer eines Carinthia-Schlafsacks erhält sehr prominenten Zuwachs. Auch Spitzenbergsteiger Hans Kammerlander nächtigt seit Anfang Mai 2010 in einem Schlafsack des österreichischen Daunenspezialisten. Für Teile seines Vorhabens, alle zweithöchsten Gipfel der sieben Kontinente zu besteigen, bat Kammerlander den Schlafsackhersteller Carinthia um materielle Unterstützung. Denn die Qualität der Schlafsäcke aus Kärnten hat sich längst bis in, wortwörtlich, höchste Alpinisten- und Bergsteigerkreise herumgesprochen. „Ich habe viel mit befreundeten Bergsteigern und Kollegen gesprochen. Deren Erfahrungen mit Carinthia waren durchweg sehr, sehr gut. Das spricht ohne Zweifel für die Produkte und darum freut es mich besonders, dass meine Anfrage mit dieser Unterstützung beantwortet wurde“, sagt der Berg- und Skiführer über das Zustandekommen der Kooperation.

Der K2 (Asien, 8614m), der Mount Kenya (Afrika, 5199m) und der Ojos del Salado (6893m), der zweithöchste Berg in Südamerika, sind schon bezwungen. Seit dem 10. Mai unternimmt der Südtiroler Bergsteiger jetzt – nach einem gescheiterten Anlauf 2009 – einen neuen Versuch, den 5959 Meter hohen Mount Logan in Kanada zu bezwingen. Neben der Kletterausrüstung liegen Schlafsäcke von Carinthia im Gepäck des Bergsteigers. Für Carinthia ist die Kooperation nicht nur mit Blick auf den Höhenmesser ein Vorstoß in höhere Regionen. Miguel Ferreira, Marketingverantwortlicher beim österreichischen Traditionsunternehmen, nennt es einen „vorläufigen Gipfel“ für den Familienbetrieb. „Wenn Alpinisten seiner Klasse auf uns zukommen, ist das ein echter Ritterschlag für unsere Produkte. Der Weg zu den ‚Second Seven Summits’ führt nicht nur Hans Kammerlander, sondern auch uns weiter nach oben“, freut sich Ferreira. Wegen der hohen Anforderungen an das Material, die Kammerlanders Projekt mit sich bringt, stellt Carinthia ihm die Modelle der ECC Expedition-Linie und den Explorer Top zur Verfügung.

Carinthia ECC Expedition Linie / Explorer Top

Die ECC Expedition-Modelle zeichnen sich neben der hervorragenden Wärmeleistung bei akzeptablem Gewicht und Packmaß vor allem durch das DISCover-System aus. Damit gelang es den Österreichern, Expeditionsschlafsäcke für extremste Bedingungen zu entwickeln, denn das Dry Insulation System (DIScover) gewährleistet eine schnellere Trocknung des Materials – gerade in Dauereinsätzen besonders wichtig. Das System zeichnet sich durch eine zweite, wendbare Außenhülle aus wasserabweisendem und reißfestem Pertex Quantum Endurance aus. Da der Mensch in der Nacht bis zu 500 g Schweiß in Form von Wasserdampf verliert, der Taupunkt (Temperatur, bei der Wasserdampf flüssig wird) sich jedoch an der Innenseite einer normalen Außenhülle im Schlafsack befindet, verbliebe die Flüssigkeit im Isolationsmaterial. Bei sehr kalten Bedingungen auf Mont Blanc, Kilimandscharo und Co. kann dieses Kondenswasser sogar zu Eis gefrieren – die Füllung trocknet dann kaum mehr ab.

Bild: Carinthia

Bei den CARINTHIA Expeditionsmodellen kann die zweite Außenhülle nach solch einer eisigen Nacht per Reißverschluss umgestülpt und Wassertröpfchen und Eiskristalle einfach ausgeschüttelt werden. Die Restfeuchtigkeit in den Daunen trocknet dadurch viel schneller ab, die Luftschicht zwischen den beiden Hüllen erhöht zusätzlich das Wärmerückhaltevermögen.
In Kombination mit einem Explorer Top lässt sich der Einsatzbereich des Schlafsacks darüber hinaus um rund 10° C erweitern. An das Schichtenprinzip einer Zwiebel angelehnt, schützt der mit G-Loft gefüllte Explorer Top als dritte Außenhülle vor Witterungseinflüssen und liefert maximale Variabilität in punkto Schlafkomfort. Durch die Bildung eines weiteren luftgefüllten Zwischenraums verbessert sich die Wärmeleistung enorm. Unumgänglich in den kalten Regionen Nordkanadas.  Ein weiterer Vorteil: Drei einzelne Lagen trocknen unabhängig voneinander besser, als eine kompakte.

Bilder & Quelle: Carinthia