Es gibt so viele Tourneen wie E.O.F.T oder Reel Rock mit spektakulären Outdoorvideos zu entlegensten Expeditionen und sicherlich macht auch die ein oder andere dieser Fimtouren auch Halt in Eurer Nähe. Abseits dieser Filmvorträge bzw. – aufführungen gibt es aber immer mal wieder interessante Netzfundstücke, wo man ebenfalls ins Schwärmen kommen kann.

Das eingefügte Video ist zwar recht unspektakulär was menschliche Anstrengung betrifft, ihr seht z.B. keine atemberaubende Kletterexpedition, lange MTB-Tour oder Perspektiven aus der Felswand, man sieht jedoch La Palma in einer nicht weniger beeindruckenden Perspektive. Der VAUDE Athlet Christoph Malin investierte über eineinhalb Jahre Arbeit in diesen Kurzfilm, in dem er jedoch die Aussicht von den schönsten Stellen der Insel im Zeitraffer präsentiert.

Island in the sky“ nennt sich das Video in dem er vom Zelt heraus den Wandel von Abenddämmerung bis hin zum Morgengrauen im Zeitraffer eingefangen hat. Zu sehen ist die Landschaft u.a. von seinem Basislager aus, wie die Wolken die Gipfel umschließen, der Sternenhimmel wandert und die Sonne am Morgen Meter für Meter von der dunklen Nacht zurückerobert.

Über seine Arbeit und die Mühen sagt Christoph Malin, dass solche Nacht – Zeitraffer- Aufnahmen eine Kunst sind. Es ist ein Kampf, den man aus zu leben hat, der hart auf den Biorhythmus  wirkt und bei dem  man viel Leidenschaft, Liebe und Hingabe braucht. Es ist die Leidenschaft für die Arbeit, die Liebe zur Natur und Wildnis und dem allein in der Nacht sein. Zurück im Büro braucht es Engagement und Ausdauer im Zeitraffer- Studio vor den Workstations beim Durcharbeiten der Bilddaten.

Gerade diese Arbeit im Büro ist der schwierigste Teil für ihn, er ist nicht so der Büromensch. Eigentlich hasst er es, viel vor einem Computer-Bildschirm zu sitzen. Leider hat genau dies viel zu viel mit Timelapse zu tun. Nach der ersten Säuberung der Bilder im Projekt blieb 906,65 GB und 83846 von RAW-Bildern und Film-Sequenzen für die Verarbeitung. Leider gibt es dafür keine Automatismen, jede Software auf den Workflow muss mit jeder Sequenz getrennt zugeführt werden, um Ergebnisse zu liefern …

Auf einigen Schlüsselszenen des Films hat er auch über mehrere Monate gearbeitet, verschiedene Farbabweichungen versucht – Wiederaufbereitung und es viele male durchlaufen lassen. Auch jetzt ist er immer noch nicht sicher, ob die Sequenzen jetzt gut sind. Aber beurteilt einfach selber.

Wer gern in den Bergen nächtigt und die Abendstimmung und den Sonnenaufgang im Gebirge liebt, der wird das Video auch fern der Alpen lieben.

Mehr Informationen über Christoph Malin auf http://www.christophmalin.com und http://www.vaude.com

Film & Foto: Christoph Malin / VAUDE
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