Freddie Wilkinson ist ein hoch angesehener Alpinist. Aber er ist auch ein Erzähler, der die Sicht der Welt auf das alpine Bergsteigen ändert. Kommunikationsmittel wie Satellitentelefon und kabelloses Internet haben eine neue Art von Bergsportlern geschaffen.

Kletterer suchen nicht mehr einfach nach neuen Routen und warten dann darauf, dass andere ihre Geschichten erzählen. Die Athleten selbst sind die Erzähler, sie verbreiten ihre Abenteuer in der Szene und darüber hinaus. Indem sie aus erster Hand von ihren Erlebnissen an den schwierigsten Bergen der Welt berichten, geben sie persönliche Einsichten in Momente der Herausforderung, des Triumphs und auch des Scheiterns. Dank der Reichweite moderner Technologien lässt sich heutzutage weltweit das Gefühl nachvollziehen, eine neue Route anzulegen oder einen 8000 Meter hohen Gipfel zu besteigen.

Mit der Veröffentlichung des Buches „One Mountain Thousand Summits“ im Sommer 2010 (das die tragischen Ereignissen am K2 im Jahr 2008 aus der Perspektive der Sherpas beschreibt) demonstriert Freddie seine beiden Leidenschaften, das Bergsteigen und das Erzählen. Aber während seine Leser noch seinen Worten folgen treibt er seine Limits bereits wieder ein Stück weiter. Im letzten Herbst machte er sich den Spuren seines Buches folgend auf die Reise, um mit seinem Mountain Hardwear Teamkollegen Kevin Mahoney eine neue Route am nepalesischen Nuptse in Angriff zu nehmen. Mit Schreibfeder und Eisaxt gleichsam talentiert, lebt Freddie ein einfaches Leben. Zusammen mit seiner Frau Janet Bergman, selbst Teil des Mountain Hardwear Teams, lebt er ohne fließend Wasser tief in den Wäldern New Hampshires. Aber eine moderne Annehmlichkeit – eine superschnelle Internetverbindung – macht ihn zu einem modernen Bergmensch durch und durch.

Bild & Quelle: Mountain Hardwear