Produkttest: Marmot Pinnacle – Daunenschlafsack
Wenn es mal wieder hoch hinaus geht, ist bei uns in der Runde ein Daunenschlafsack besonders oft vertreten.
Der Pinnacle von der Firma Marmot ist bei uns der Liebling der Redaktion, warum, das zeigen wir in einem kleinen Testbericht.
Es gibt wie bei vielen anderen Produkte, markante Punkte, wo es sich erkennen lässt, ob die Produkte gut sind oder nicht. Ohne es nun zu wissenschaftlich zu machen, wären das pauschal gesagt:
- Wärme/Gewichtsverhältnis
- Wie daunendicht ist der Stoff?
- Sind die Temperaturangaben vertretbar?
- Wie ist die Verarbeitung?
Gewicht
Wie schon in den Punkten angesprochen, Wärmegewichtsverhältnis, blicken wir nun mal auf das Gewicht. Der Marmot Pinnacle wiegt in Long 1285 g inkl Packsack. Marmot widerspricht sich bei den Angaben je nach dem auf welcher Länderspezifischen Homepage man gerade schaut. Der Marmot Packsack wiegt selber 54 g.
Leichter ging es mit dem Marmot Helium EQ, dieser hat jedoch schon 850+ Gänsedaune und wäre teurer oder eben mit Modellen von der Firma Western Mountaineering, wobei diese auch preislich in einer anderen Liga spielen.
Länge
Den Marmot Pinnacle gibt es in verschiedenen Größen. Zum einen in der Größe Regular (bis 183 cm) und in der Größe Long (für 198 cm).
Füllung
Der Marmot Pinnacle in Long ist gefüllt mit 682 g Daunen. Die Daunen entsprechen der Füllkraft von 800+ cuin Gänsedaunen.
Material
Wichtig, gerade bei Daunenschlafsäcken ist, dass das Material der Außenhülle auch wasserabweisend ist. Gerade Daunen sind sehr empfindlich und können mit der Dauer einer Tour Feuchtigkeit ziehen und somit Isolationsleistung einbüßen. Sei es nun bei Einsätzen im hohen Norden, z.B Skandinavien oder in den Bergen, der Daunenschlafsack sollte nicht zu empfindlich sein.
Der Marmot Pinnacle hat als Schutz für die Daunen und des Schläfers ein Außenmaterial aus Plexus N-100R Silicone DWR. Da es sich bei DWR jedoch nur um eine Imprägnierung der Außen- und gegebenfalls der Innenseite des Materials handelt, kann diese natürlich auch nach der Zeit nachlassen.
Als Innenmaterial verwendet Marmot beim Pinnacle Omni N-140 WR, das Material lässt sich als angenehm und als leicht seidig beschreiben.
Konstruktion
Erwähnenswert ist die gute Kapuze. Von dem Marmot 8000 m Parka übernommen, hat man beim Marmot Pinnacle eine perfekt sitzende Kaputze mit 6-Kammern, diese wird Nautilus genannt.
An der Abdeckleiste des Daunenschlafsack befindet sich eine kleine Reißverschlusstasche, in der man Uhr oder notfalls die Stirnlampe reinlegen kann.
Die Reißverschlussabdeckleiste des Marmot Pinnacle ist ebenfalls mit Daunen gefüllt. Wer schon mal in einem Schlafsack nah am Limit geschlafen hat und so etwas nicht hatte, wird sicherlich zustimmen, dass so etwas sehr unangenehm werden kann und so ein Reißverschluss an der Seite für reichlich Kälte im Innern sorgen kann.
Der Marmot Pinnacle besitzt klassische Trapez Fußkammern, bislang ist uns an den Füßen noch nicht kalt geworden, im Gegenteil, das nach vorne geneigte Fußteil blieb noch mollig warm.
Beim Marmot Pinnacle befinden sich die Daunen in H-Kammern. Dadurch wird der Marmot Pinnacle zwar nicht luftig & leicht, wie z.B. ein durchgesteppter Marmot Arete, dafür ist er aber auch ein 3-Jahreszeitenschlafsack, den wir selber schon im Frühjahr, im Sommer und im Herbst auf verschiedenen Touren im Einsatz hatte.
Temperaturbereich
Laut EN sollte der Marmot Pinnacle -5,4 °C als Komfort, -12,2 C als Limit & -31,5 °C als Extremwert haben.
Marmot selber gibt den Schlafsack als -9 °C Schlafsack an. Wir selber, mit unterschiedlichen Temperaturempfinden können beide Angaben nachvollziehen. Bei Temperaturen von -5 °C war es in dem Schlafsack noch sehr warm und es bestand kein Eindruck, ab diesem Wert wird es nun kühler. Im Gegenteil es entstand der Eindruck “Da geht noch was”.
Fazit
Das Packmaß ist in Ordnung, steigerungsfähig, da der Marmot XS Beutel doch schon etwas größer als notwendig ist, dafür will man ja auch etwas länger vom Schlafsack haben. Leichter geht es mit einen Sea to Summit Ultra Dry Sil Sack in 13 Litern, das macht den Transport des Daunenschlafsacks etwas Wetter unabhängiger und noch dazu leichter.
Ob nun in den Bergen, in Skandinavien oder auf den britischen Inseln, der Einsatz des Marmot Pinnacle , der Pinnacle war bislang immer zuverlässig. Vom Temperaturbereich war alles von schätzungsweise 6-7 Grad unterm Gefrierpunkt bis hoch auf 10° C alles dabei. Kalt wurde es bislang nicht im Marmot Pinnacle empfunden.
Bei Produkten mit Daunen hat man ja immer so bedenken, wie Daunendicht sind die Stoffe, bin ich morgends im Hühnerstall oder hält es sich in Grenzen? Bei Marmot hält sich das bei den Daunenschlafsäcken alles noch in Grenzen, als repräsentative Modelle haben wir Pinnacle, Arroyo & Arrete im Einsatz. Durch die Außenhülle kam bislang eine Handvoll Daunen/Federn, durch den Stoff im innern des Schlafsack.
Den Kauf haben wir bislang nicht bereut, leichter ging es bei Marmot auch, da müsste man jedoch mehr Geld ausgeben und läge in der 850+ cuin Klasse.
Suchergebnisse:
No related posts.
Unsere OutdoorShopEmpfehlungen
Weitere themenrelevante Artikel auf RouteAlpin.de
» Jetboil Flash PCS - Effizientes Kochsystem mit kleinem Packmaß
» The North Face Verto S4K GTX - Leichtgewichtiger und bedingt steigeisentauglicher Bergschuh mit GORE-TEX®
» adidas TERREX Solo - Approach-Schuh mit dem Know-How von Spezialisten
» Fahrfreude ohne Kompromisse- Die K2 LTD. BMW M Design Edition.
» Mit cleveren Innovationen schneller zum Erfolgserlebnis
Category: Ausrüstung















Comments (2)
Trackback URL | Comments RSS Feed
Sites That Link to this Post