Bereits jetzt startet vielerorts die Wintersaison und die ersten Pisten & Lifte wurden nun schon für die Skifahrer offiziell geöffnet. Nicht mehr lange und man befindet sich wieder auf Skier, Snowboard oder Schneeschuhen inmitten des Winterurlaub.

Auch wenn das Wetter mit seinen recht milden Temperaturen in Deutschland vielleicht nicht überall die winterliche Stimmung fördert, so ist nun spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo man sich mit der Anreise und Planung seines Urlaub beschäftigen muss. Blickt man dabei auf die Reifen am Auto, so wären die Winterreifen ein Punkt, den man sowohl für die sichere Anreise in die Winterregionen, als auch schon für den Alltag benötigt. Man mag es kaum glauben, aber auch in der heutigen Zeit gibt es viele Vorurteile gegenüber Winterreifen und ebenso ein Irrglaube, wann man sie benötigt und wann eben nicht.

Michelin hat auch in diesem Jahr eine sehr interessante Kampagne, die sich sehr allgemein mit der Thematik der Fahrsicherheit im Winter beschäftigt und die auf die Beobachtungen des Road Usage Lab des französischen Reifenherstellers beruht. Seit 125 Jahren lässt der Hersteller das Fahrverhalten der Autofahrer unter verschiedensten Bedingungen und Zeiten beobachten, wobei sich auch hier immer wieder markante Punkte präsentieren, die der Aufklärungen bedürfen.

1. Irrtum: Der Schnee ist im Winter die größte Gefahr

Im Sommer ist man saubere und trockene Straßen gewohnt. Im Frühjahr fürchtet man nach längerer Trockenzeit den Blütenstaub auf dem Asphalt, im Herbst das Laub und im Winter den Schnee. Was so einfach klingt, ist sicherlich die typische Angst eines Autofahrers und zugleich Situationen, vor denen man viel Respekt hat. Auch wenn der Schnee für alle Autofahrer der sichtbarste Belag auf dem Asphalt ist, so passieren lediglich 5 % der Unfälle auf verschneiter Fahrbahn. Im Umkehrschluss geschehen also 95 % der Unfälle eben nicht auf Schnee. Eine mögliche Erklärung warum der Schnee im Winter eben nicht die größte Gefahr darstellt ist darin zu sehen, dass viele Autofahrer z.B. noch im Winter auf ihre Sommerreifen vertrauen. Bereits bei 6°C benötigt man jedoch bei einem normalen Sommerreifen einen deutlich höheren Bremsweg, als beim vergleichbaren Winterreifen. Fallen die Temperturen noch mehr, so zeigen sich im Test, dass die Sommerreifen für den Wintereinsatz bei Temperaturen um den Gefrierrpunkt vollkommen ungeeignet sie sind.

2. Irrtum: Im Winter sind Bergstraßen am gefährlichsten

Als Alpinisten und Bergwanderer kommt man an der Fahrt auf Bergstraßen nicht vorbei, um an seinen Skiort oder Wandereinstieg zu gelangen. Gerade diesen Pässen und Bergstraßen schiebt man als Autofahrer ein besonders hohes Gefahrenpotential zu, man mag sich jedoch vor Augen führen, dass über 68% der Unfälle im Winter immer noch im Stadtverkehr passieren. Viele der Unfälle passieren wohl, weil man im Alltag wohl die Gefahr der Auffahrunfälle in den Wintermonaten unterschätzt.

3. Irrtum: Eigentlich braucht man Winterreifen nur wenn man auf Schnee fährt

Laub und Schnee, zwei markante Erscheinungen auf den Straßen und gern wird der Winterreifen darauf beschränkt, dass man ihn wohl nur auf Schnee benötigt. Es ist jedoch ein Irrglaube, dass ein Winterreifen nur auf Schnee seine Vorteile besitzt und auf den übrigen winterlichen Erscheinungen auch die Sommerreifen ausreichen. Mit Blick auf die jeweiligen Bremswege von Sommer- und Winterreifen erzielt man zwar durchaus den größten Unterschied auf verschneiten Untergrund, unterschätzen sollte man aber auch nicht die Situationen auf vereisten Straßen oder auf nassem Straßenbelag, denn auch dort lassen sich schon klare Unterschiede erkennen. Man sieht daher sehr gut, dass in jeder sich im Winter bietenden Situation der Gebrauch von Winterreifen sich lohnen würde.

4. Irrtum: Für einen kurzen Winterreifen am Wochenende muss man keine Winterreifen aufziehen

Noch vor vielen Jahren, wo das Thema Winterreifenpflicht noch eher in seinen Anfängen gewesen ist, war die übliche Praxis, dass man in Regionen, wo kein Schnee zu erwarten war, eher mit Sommerreifen unterwegs war und nur für Fahrten in den Winterurlaub die Winterreifen aufgezogen wurden. Nun gibt es in vielen Ländern bereits die Winterreifenpflicht in seiner scharfen Form und natürlich auch die klassische Winterreifenempfehlung, wodurch man heutzutage den Winterreifen nahezu selbstverständlich am Auto vorfindet.

Der Grund für Pflicht und Empfehlung von Winterreifen sieht man sicherlich auch darin begründet, dass Winterreifen neben der allgemeinen Fahrsicherheit auch bei Steigungen auf der Straße nicht in die Knie gehen. Nimmt man wieder den Vergleich von Sommer- und Winterreifen, so lassen sich schon bei einer Steigung von nur vier Prozent die Nachteile der Sommerreifen erkennen. Bereits in dieser recht üblichen Steigung büßt der Sommerreifen massiv Grip ein. Der Winterreifen hingegen meistert sogar noch Steigungen von 13 % souverän.

Fotocredit:Michelin

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5. Irrtum: Winterreifen machen das Auto langsam

Würde man unter Idealbedingungen den Vergleich Winter- und Sommerreifen betrachten, so würde man sicherlich zum Schluss kommen, dass Wnterreifen das Auto langsamer machen. Letztendlich würde wohl die angegebene Höchstgeschwindigkeit der Reifen eine Vielzahl von Autos in ihren Möglichkeiten ausbremsen. Im Winter herrschen jedoch keine Idealbedingungen und so ist es wieder einmal ein falsches Vorurteil gegenüber Winterreifen, wobei man die Aussage in der typischen Winterlandschaft auch gern umdrehen kann: Sommerreifen machen das Auto langsamer!

Kühle Temperaturen um den Gefrierrpunkt, hier und da etwas Eis und vielerorts Schnee auf der Fahrbahn. Was uns wie eine typische Winterlandschaft vorkommt, ist die ideale Umgebung für einen Winterreifen, denn gerade hier profitiert man von der auf die Temperaturen abgestimmten Gummimischung und der besseren Traktion auf Schnee und Eis.

Wenn der Reifen mehr Traktion auf der Straße besitzt, so ist man auch deutlich schneller unterwegs. Mit besseren Bremsweg, besserer Beschleunigung und Straßenlage ist man unterm Strich mit Winterreifen alles andere, als langsam unterwegs.

Mit welchen Winterreifen man auch unterwegs sein mag, Wundermittel sind es nicht und so kommt es natürlich auch auf eine vernünftige und dem Wetter angepasste Fahrweise an, dass man auch sicher im Urlaubsort ankommt. Aus unserer Sicht kann man nicht oft genug auf die Notwendigkeit von Winterreifen und gegebenfalls sogar Schneeketten für seinen Winterurlaub, aber auch schon für den Alltag hinweisen. Desöfteren fährt man vorm Winterdienst als erster Autofahrer über die verschneiten Straßen oder fährt auf Wegen, in denen nur eingeschränkter Winterdienst gewährleistet wird. Die Erkenntnisse des Road Usage Lab sind dabei immer wieder interessant für uns, aber auch sicherlich für Euch. Vielleicht sehen wir bald durch solche Kampagnen immer weniger Autos mit Sommerreifen auf winterlichen Straßen. Für unser aller Sicherheit sicherlich nur förderlich!

- gesponserter Beitrag - Foto- & Videocredit: Michelin