Deutscher Skilehrerverband: Mitglieder setzen auf bewährtes Team

„Never change a winning team“. Auf das Motto setzt auch der Deutsche Skilehrerverband (DSLV). Bei der Mitgliederversammlung am 10. April 2011 in Immenstadt im Allgäu wurde die komplette Führungsriege im Amt bestätigt. In den kommenden drei Jahren hat sie viel vor.

Foto: Deutscher Skilehrerverband (DSLV)

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Wolfgang Pohl heißt der alte und neue Präsident des Deutschen Skilehrerverbandes (DSLV). Ihm zur Seite stehen Frank Reinhardt als Vorstand im Finanzbereich und Michael Brunner als Ausbildungsleiter. Norbert Haslach wurde bereits Ende März in Garmisch-Partenkirchen als Vorsitzender der Schneesportschulen wiedergewählt. Die Kommission „Profi-Schulen“ bilden Herbert Benedikt, Dr. Kurt Holzapfel, Egon Hirt und Matthias Zachmann.

Pohl freute sich besonders über die Wiederwahl, betonte aber gleichzeitig: „Ein Trainer ist nur so erfolgreich wie sein Team.“ Dazu zählte er nicht nur die Kollegen im Vorstand, sondern auch die vielen engagierten Mitglieder; derzeit 14.220. Zudem sind im Verband 262 professionell tätige Schneesportschulen organisiert. Durch die Wahl sieht sich Pohl in seinen Zielen bestätigt: „Ich finde es wichtig, den Skilehrerverband nicht nur zu repräsentieren, sondern ihm ein zeitgemäßes Profil zu geben und ihn laufend weiter zu entwickeln.“

Foto: Deutscher Skilehrerverband (DSLV)

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Drei große Vorhaben für den Winter 2011-12

Eine große Aufgabe ist die Entwicklung der neuen DSLV-Lehrbücher in den Bereichen Ski, Skilanglauf, Snowboard und Freeride die im Oktober 2011 erscheinen werden. Diese sind Grundlage für alle DSLV-Ausbildungen und für die Arbeit der Schneesportschulen. So wird sichergestellt, dass einheitliche und zugleich neueste Techniken und Methoden vermittelt werden.

Zudem entsteht derzeit eine neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung für professionelle Schneesportlehrer. Diese entwickelt der DSLV gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowie der Fakultät für Sport und Gesundheit an der Technischen Universität München. Die neue Version soll zur Wintersaison 2012-13 umgesetzt werden.

Für den DSLV hört der Skisport aber nicht an der Landesgrenze auf. Denn der Verband engagiert sich dafür, dass der Beruf der Schneesportlehrer innerhalb der Alpenländer Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich anerkannt wird. Ziel ist ein einheitlicher, europaweit gültiger Berufsausweis. Die Reform nimmt bereits Gestalt an: Zusammen mit der TU München hat der Verband einen Vorschlag ausgearbeitet, wie der „derzeit nicht skilehrergerechte Euro-Test modifiziert und um einen echten Euro-Sicherheitstest On- und Off-Piste erweitert werden könnte“, erläutert Pohl. Ein großer Schritt ist dem DSLV bereits gelungen. Die Schweiz und Deutschland erkennen ihre jeweils höchsten Berufsdiplome der Schneesportlehrer gegenseitig an. Wolfgang Pohl: „Dies kann man mit gutem Recht als historischen Erfolg für die deutschen Berufsskilehrer bezeichnen.“

Bilder & Quelle: Deutscher Skilehrerverband (DSLV)